Sonntag, 12. Oktober 2008
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Montag, 29. September 2008
Das Rezipierende Moment der Postmoderne
Ein Schlüsselwort zur Erkenntnisfindung und zum Verständnis der Postmoderne als Strömung oder Denkmodell ist die Eigenschaft des Rezipierens von Vorhandenem, in dem Sinne , dass es nicht bloß dem Wortsinne nach >>aufgenommen<< wird, sondern dass Postmoderne nur verständlich ist wenn man sie als Beschäftigung mit Da-Seiendem begreift. Nicht als kontinuierliche Entwicklung und Kulmination in einem Punkt (was ja gerade Kunstverständnis der Moderne bedeutete) sondern als konsumierend-interpretatorische Rückschau. So ist Kultur der Postmoderne nicht aus sich selbst geboren, d.h aus sich erwachsen und erklärbar, sondern stattet den Künstler gleichsam mit der Aufgabe aus, sich seines Platzes, den er im Spannugsfeld zwischen sich und der Vergangenheit einnimmt, bewusst zu werden. In diesem Faktum liegt gerade Segen und Fluch jedweder Kunst nach 4'33'' und Negation von Schöpferidentität. Einerseits ermöglicht das rezipierende Moment Rückschau und Selbsteinordnung in den Kontext des eigenen Kunstverständnisses und somit Erschließung einer Kunst-über-Kunst, die befreiend wirken kann und unglaubliche Freiheit dort vermittelt, wo Freihet längst als Überreizung empfunden wird, andererseits entwickelt sich eine Abhängigkeit von Geistiger Vergangenheit.

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Dienstag, 9. September 2008
Der Skubufuchs- Phantom oder Wirklichkeit
Äonen von Zeitaltern haben sich die klügsten Menschen mit der einen Frage des Seins beschäftigt: Wer - oder was- ist der Skubufuchs. Ein Mensch? Ein Tier? ein Metaphysisches Objekt? Eine Stufe der Seinsgewissheit, die wir Sterbliche nie werden erreichen können?
Antowrten geben kann auch ich nicht zur Gänze. Doch fühle ich mich erkoren, ein paar Zeilen über ihn - den Bewunderten, Admirierten, den Geheimnisvollen zu schreiben.
Der Skubufuchs ist eine postmoderne Konstante des zur Ästhetik erhobenen Prinzips der Verschleierugn allen Lebens, Denkens und Handelns. Er ist das Gesicht einer Bewegung, die sich das hehre Ziel zum Auftrag machte, die Menschen aus der ewigen Dunkelheit des Materialismus zu befreien. Mehr zu sein als eine sinnlos scheinende Buchstabenfolge. Ein phänomen zu sein, das so unerklärlich scheint, dass jede Beschäftigung mit demselben mit Umdeutung des Sinns einhergeht. Der Skubufuchs (vulpus scubii) ist also ein bloßes Gedankenkonstrukt und gleichsam doch mehr. Er ist in die Fleischlichkeit übergegangene Definition des Für-Sich-Sein ( L´Être pour-soi) im Gegensatz zum Ansichsein
(L´Être en-soi) und spiegelt somit den Übergang von der modernen Literaturtheorie zum Ekkletizismus der Postmoderne wider. Er ist Prinzip und seine eigene raison d´être. Er ist somit das bildliche Beispiel der εἶδος einer Vorherschafft des Künstlichen über das Wirkliche. Der vulpus scubii ist gelebter Ästhetizismus

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Mittwoch, 16. Juli 2008
Francesco Cavalli- La Calisto
Der Opernneuling (zumindest wenn es darum geht, sie live zu erleben) wird erschlagen von absoluter Perfektion des Ausdrucks und der Aufführung. Francesco Cavillis Oper des Frühbarock in der Staatsoper zu Hannover. Ein kleinstes Ensemble der "HIP" verpflichtet aber ihr nicht sklavisch untertan, interpretiert auf feinfühligste dieses scheinbar unentdeckte Wunder der frühen Operngeschichte.

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Montag, 7. Juli 2008



http://imslp.info/files/imglnks/usimg/3/38/IMSLP11766-Schubert_-_D.384_-_Violin_Sonatina_in_D_Major__Op.137_No.1_.pdf

Schuberts Sonatinen für Violine und Piano:
Ohne Worte

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Sonntag, 6. Juli 2008
Über die musicalische Unbalance bey sog. >>Spielmannszügen<< (Nach der peripheren Anteilnahme am Hannoveraner Schützenfeste)
Unter musicalischen Gesichtspunkten betrachtet liefern sog. >>Spielmannszüge<< keine Juwelen ebndieser Cunst dar. Hier der Platz über gewisse Ungereymtheiten
Bericht zu geben.

Ersteinmal die Compositionen betreffend (Wer schreibt eigentlich Music für Spielmannszüge?); Grauenhafte, simple auf der 4+4 Form basierende Compositonen, Phrasenaneinadereihung, endlose Wiederholung, und das von jeder Gruppe. Die einzelnen Klangwolken vermischen sich zu einem an- und abschwellenden Konvolut von um wenige Metronomschläge unterschiedlichen Themen, Gesten.

Dann die Klangbalance;sie fällt sofort ins Auge. Vorallem die Piccolofloeten schmettern in mindestens 20facher Stärke in unerträglicher Höhe alles das, was schon in weniger gewagten Octavierungen grauenvoll wäre.
Dabei schlägt die große Trommel (von den weniger intellektuell begünstigten gerne als >>Guck ma Werna da, die Pauke!<< bezeichnet) auf alles das, was ( und das auch , was nicht) als Zählzeit empfunden werden könnte. Clarinetten trillern dazwischen, eyne Große Floete spielt mit (anstatt eyne Grundlage für die kleine Floete zu geben, obwohl sie selbst schon fundamentlos -sich einen Bass ersehnend- schwebt) und dabei verstärken auch die Glockenspiele den Chor der Piccoli, sodass auf den ersten Blicke (den ersten nur) eine ansprechende, selten gehörte Klangschattierung entsteht, die sich bald so abnutzt als dass die kreischenden Linien der Piccolofloeten und die akzentesetzenden Glockenspielgirlanden nur noch als Abklang einer fernen Welt erscheinen, wo minderwertige Melodien wenigstens nicht penetranst in celestösen Höhen nah an der Aspiringrenze schwirren.

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